Ja zum Neubau und zum zukunftsorientierten Bäderkonzept

Im Frühjahr wird es den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Bonn geben. Alle Bürger und Bürgerinnen  sind aufgefordert zu entscheiden, ob das Kurfürstenbad in Bad Godesberg saniert und wieder in Betrieb genommen werden soll. Auf den ersten Blick eine einfache Frage auf den zweiten Blick aber eine tiefgreifende Entscheidung, denn es geht um die Zukunft der gesamten Bonner Bäderlandschaft.

Seit mindestens 20 Jahren wird in der Stadt über eine Neuordnung der Bäderlandschaft diskutiert, alle bisherigen Kompromissvorschläge wurden immer wieder verworfen. Ein Grund dafür sind die knappen Finanzmittel der Stadt und der hohe Sanierungsstau der Bäder. Die Bäder  wurden alle in den 1960 bis1970 Jahren gebaut und verfügen neben kleinen Schwimmbecken über keinen weiteren Freizeitwert. Da die Bonner in die teilweise deutlich attraktiveren Bäder im Umland ausweichen, sind die Besucherzahlen in den Schwimmhallen rückläufig.

In dem der Stadtrat am 22.09.2016 den Beschlussvorlagen der Verwaltung zugestimmt hat, besteht  erstmals die realistische Chance, die Bäderlandschaft zukunftsorientiert umzugestalten und das Schwimmen in Bonn für die nächsten Jahrzehnte abzusichern.

Das Bäderkonzept

Als Kernstück wird von den Stadtwerken Bonn ein neues Familien – Schul und Sport Bad in Dottendorf gebaut.  Die im  städtischen Bäderhaushalt vorhandenen Mittel in Höhe von 26,4 Mio. Euro stehen für die Sanierung des Hardtberg Bades und der  Beueler Bütt sowie für die Freibäder zur Verfügung.

Warum hat das Ergebnis des Bürgerentscheids Auswirkungen auf die ganze Stadt.

Eine mögliche Sanierung des Kurfürstenbades wird das gesamte beschlossen Bäderkonzept in Frage stellen. Die Planungen für das neue Bad und die bereits begonnen Planung zur Sanierung des Hardtberg Bades würden gestoppt werden. Die Verwaltung wurde vom Rat bereits jetzt beauftragt, im Falle der Sanierung des Kurfürstenbades einer der neuen Situation angepasste Vorlage zu erarbeiten. Dies bedeutet nichts Anderes als Stillstand und eine Fortführung der seit Jahren andauernden Endlosdiskussion.

Seit Jahren verhindern fehlende Finanzmittel die Sanierung der Bäder

Im städtischen Haushalt stehen 26,4 Mio. Euro zur Sanierung der Bonner Bäder. Laut einem Gutachten aus dem Jahre 2010 würde die Sanierung aller Bäder mind. 45 Mio. kosten. Es fehlen also mindestens 20 Mio. Euro um alle Bonner Bäder in ihrem Bestand zu sanieren. Kosten für eine verbesserte Nutzungsmöglichkeit bestimmter Gruppen wie Senioren und Behinderte Menschen oder eine Attraktivitätssteigerung  besonders für Kinder und Jugendliche sind nicht vorgesehen

Welche Vorteile ergeben sich aus dem geplanten Nutzungskonzept des neuen Bades

  • Lage in der Mitte von Bonn und optimale an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Ausreichende Parkflächen für Busse, PKWs und Fahrräder.
  • Die gesamte Anlage einschließlich Restaurants ist barrierefrei
  • Das Nutzungskonzept ist auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen abgestimmt.
  • Eine moderne Saunalandschaft und ein Wellnessbereich sichern einen hohen Freizeit und Erholungswert.
  • Eine Gesamtwasserfläche von ca. 2200 m² bietet allen Nutzergruppen ausreichend Platz.
  • Die Konzeption des Schul – Sportbereich mit dem dazu gehörigen Raumkonzept und den Kursbecken wird die Trainings und Wettkampfbedingungen des Vereinssport deutlich verbessern.

Blick nach vorn und die Zukunft planen

Der Begriff „Stadtteilbäder“ ist nicht richtig, denn die Bäder wurden bereits vor der kommunalen Gebietsreform 1969 von den jeweiligen eigenständigen Gemeinden geplant und teilweise gebaut. Somit gibt es kein verbrieftes Recht auf ein „Stadtteilbad“. Überhaupt sollten sich nach 50 Jahre alle Bürger der Stadt wie Bonner fühlen und so wird das Bad auch für alle Bonner und Bonnerinnen gebaut. Das neue Schwimmbad wird ein Bad für alle Bürger der Stadt  Bonn!

Wenn die UN Stadt Bonn weiterhin eine attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben möchte ist eine an  die Bedürfnisse der modernen Stadtgesellschaft angepasste Infrastruktur ein wichtiger Baustein. Leider muss manchmal etwas „Altes“ weichen um der Zukunft und etwas „Neuen“ Platz zu machen.

Zum Neubau und zum zukunftsorientierten Bäderkonzept gibt es keine Alternative.

In den kommenden Wochen werden wir Sie umfassend mit Informationen versorgen.
Weitere Informationen finden Sie auch unter  http://www.unserneuesschwimmbad.de  so wie der Homepage des Stadt Sportbundes http://www.ssb-bonn.de.

Was ist ein Bürgerentscheid?