Showdown um die EM- und WM-Tickets der U17-Säbelfechter im österreichischen Mödlingen

Unser U17 Säbelfechter Max Müller

Am vergangen Wochenende (14.12.2019) fand in Mödlingen bei Wien das letzte CC U17 Herrensäbelturnier für die Qualifikation zu den Europa- und Weltmeisterschaften der Saison 2019/2020 statt. Vor dem Turnier standen unsere Fechter Robert Piecha und Max Müller auf Platz 3 und 5 der deutschen Rangliste. Die ersten vier Fechter der Rangliste fahren zur EM nach Kroatien, die ersten drei zur WM nach Salt Lake City.

Die ersten Zwei auf der Rangliste hatten bereits ein sicheres Punktepolster zusammen, so ging es um die Plätze drei und vier der Rangliste. Auf diese Plätze hatten noch sechs Fechter realistische Chancen. Robert hatte mit vier Punkten Vorsprung dabei die besten Karten in der Hand, da ein Verfolger mindestens einen Platz unter den besten 64 erreichen musste, um an ihn heranzukommen, einen Platz unter den besten 32 um ihn zu überholen, falls er selber keine weiteren Punkte holen würde.

184 Fechter aus 23 Nationen waren gemeldet, ein großes und hartes Turnier stand an.

Robert und Max erreichten in der Vorrunde jeweils vier Siege und zwei Niederlagen, ein durchwachsenes Ergebnis, aber beide landeten damit in der oberen Hälfte der Setzliste und auch schon direkt unter den besten 128. Von den sechs „Mitbewerbern“ um die EM- und WM-Tickets schied lediglich einer aus.

Alle anderen fünf Fechter gewannen ihr Gefecht im 128er Tableau und standen unter den besten 64.

Hier war dann für Robert der US-Fechter Roland Anglade zu stark, er verlor 4:15. Eine bittere Niederlage, da ja weitere vier direkte Konkurrenten im KO standen und Robert auf Ranglistenplatz 6 zurückfiel. Samuel Bondar aus Rostock konnte sein Gefecht ebenfalls nicht gewinnen. Max gewann dagegen gegen Razvan Tipisca aus Rumänien 15:9. Somit fielen Robert und Samuel hinter Max in der Rangliste zurück, aber Philipp Methner aus Dormagen und Marc Neuhäuser aus Tauberbischofsheim noch im Rennen.

Im 32er KO kam es zu einem vereinsinternes Gefecht Philipp gegen Valentin Meka, der eigentlich schon genug Punkte auf seinem Konto hatte. Valentin gewann und somit schied Philipp aus. Max musste jetzt sein Gefecht gewinnen um an Philipp vorbeizukommen und das tat er: Evan Fraboulet aus Frankreich war ein starker Gegner, aber mit einem super Gefecht und einem 15:11-Sieg zog Max in die nächste Runde ein, Klasse. Philipp war überholt und Max mindestens Vierter auf der Rangliste, da Marc Neuhäuser sein Gefecht ebenfalls gewinnen konnte.

Im Tableau der Besten 16 war dann für Marc Schluss. Max musste gegen Patrik Toth aus Ungarn ran und wieder war es ein hartes Stück Arbeit, ehe er am Schluss mit vollem Risiko beim Stand 14:14 alles auf eine Karte setzte. Nur eine Lampe leuchtete, Toth war getroffen und Max erstmals in einem Finale der besten Acht bei einem CC Turnier. Freude und Erschöpfung zugleich bei allen Beteiligten. Platz drei auf der Rangliste geschafft! WM-Qualifikation.

Jetzt ging es noch im Viertelfinale weiter, mit Ionut Dutu stand ein weiterer Rumäne als Gegner auf der Bahn. Max war körperlich am Ende aber es folgte noch einmal ein super Gefecht mit allem was dazugehört: Kampf, Selbstvertrauen, Technik, Theater und Taktik und ein 15:11-Sieg. Das Treppchen war erreicht. Aus deutscher Sicht erst der zweite Fechter, der solch einen Erfolg in dieser Saison geschafft hat.

Im Halbfinale stand Max der US-Fechter Nolan Williams gegenüber. Beim Stand von 11:11 versuchte Max drei unterschiedliche Paraden, leider wurde der Mut nicht belohnt und es stand 11:14. Er kam noch einmal auf 12:14 heran, am Ende aber hieß es 12:15.

Williams gewann das Finale gegen den Deutschen Colin Heathcock aus Eislingen, Max und Stsiapan Koval ( Weißrußland ) teilten sich die Bronzemedaille.

Max mit Medaille und Pokal

48 Ranglistenpunkte und ein sicheres Polster gegen den vierten Platz, somit die Fahrkarte zu der Weltmeisterschaft in Salt Lake City zusätzlich zur Europameisterschaft in Porec, Kroatien.

Trainer Georgi Tschomakov, Max (und natürlich Papa Andreas) waren total glücklich über das Geschaffte. Die Rückfahrt nach Bonn hatte sich wegen der Superleistung etwas in den Abend verschoben, aber bei solch einem Erfolg fährt man auch gerne die Nacht durch auf der Autobahn. Hut ab vor Max seiner Leistung und die Art und Weise der Gefechte, da sind wir alle gespannt was er bei den zwei Saisonhöhepunkten zu Karneval und Ostern 2020 erreichen wird.

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